ZeN – Fleischlos japanisch speisen

Vegan Japanisch – Bremer Makrobiotik

Der Gastraum des ZeN | Foto: L. Bienkowski
Der Gastraum des ZeN | Foto: L. Bienkowski

Wer in der Bremer City auf der Suche nach veganem Essen ist, wird bei ZeN gut beraten. Im alten Polizeihaus am Wall, der ‘Wache 6’ neben der Stadtbibliothek Bremen, erfreut man sich hier nicht nur an der Möglichkeit vegan zu essen, sondern gleichzeitig die japanische Küche zu genießen.

Hinter dem Begriff ‘Makrobiotik’ verbirgt sich eine Lebensphilosophie, die ein Leben im Einklang mit den Gesetzen der Natur anstrebt. Nur mit einem an die Natur angepassten Lebensstil kann den Gästen der großartige Geschmack von perfekter Balance angeboten werden. Mit der Makrobiotik als Basis entsteht aus deutschen Zutaten eine neue japanische Küche. Gekocht wird unter dem Motto ‘Vegetarische Kost aus regionalen Produkten zur entsprechenden Jahreszeit’.
Reis, Sake und die Erzeugnisse der Region sind die Eckpfeiler der Makrobiotik. Mit einem Schwerpunkt auf Erzeugnisse aus Deutschland bietet das ZeN seinen Gästen eine ausgewogene vegetarische Ernährung und den Geschmack der hiesigen Früchte der Erde. Denn auch, wenn die angebotenen Speisen eher unbekannt sind, der Geschmack der regionalen Produkte könnte doch sehr bekannt sein.

Das kleine Restaurant neben der Stadtbibliothek besteht aus einem überschaubaren Raum mit offener Küche und moderner Inneneinrichtung. Dunkle Holz­wände, grüner Boden und Tische aus hellem Holz mit Hockern und Bänken sorgen für eine harmonische Kombination mit starkem Wohlfühlfaktor.
Japanische Zeichnungen und verschiedene traditionelle Dekorationen verschönern den Raum und sorgen gleichzeitig für spannende Abwechslung. Vom Atrium der Stadtbibliothek gelangt man direkt ins moderne Japan.

Auf der Sommerkarte des ZeNs befinden sich Speisen wie ‘Kake Udon‘, Udonnudeln mit selbstgemachter Nudelsoße und verschiedenen Toppings, ein Sommergemüse Masala Curry oder Kleinigkeiten wie Edamame (gekochte grüne Sojabohnen) oder Miso Suppe – natürlich immer aus regionalen Zutaten.
Angeboten wird eine wöchentlich wechselnde Mittagskarte von 12 bis 14.40 Uhr. In der Abendkarte findet man drei sorgfältig zusammengestellte 1 bis 3 Gänge Menüs, ‘Matsu, Take oder Ume’, bei denen zwischen zwei wechselnden, makrobiotischen Hauptgerichten auswählt werden kann.

Meine Begleitung entscheidet sich für das Menü des Tages ‘ZeN go ZeN‘. Kalter Seidentofu, Kinpira des Tages, Vollkornreismischung und Misosuppe. Ausgewiesen als ein sehr einfaches, aber durch die verschiedenen Zutaten sehr ausgewogenes Menü und fundamentaler Bestandteil der japanischen Esskultur. Dazu bestellt er eine Matcha Latte, Mandel-Reis-Drink mit grünem Tee.
Die Matcha Latte wird kalt serviert und schmeckt meiner Begleitung ausgezeichnet. Das Hauptgericht wird ähnlich wie Tapas einzeln angerichtet serviert. Trotz der klein wirkenden Portionen ist das Essen sehr sättigend. Geschmacklich mal was ganz anderes und sehr deliziös.
Ich bestelle mir das Masala Curry mit Gemüsekrokette, dazu einen Getreidekaffe-Latte mit Mandel-Reis-Drink. Den Mandel-Reis-Drink schmecke ich deutlich heraus. Er macht den Kaffe-Latte etwas süßlich. Das Curry wird, anders als bei meiner Begleitung, zusammen mit dem Reis, der Krokette und dem Gurkensalat auf einem Teller serviert. Das Ganze trifft absolut meinen Geschmack. Das Curry ist intensiv, aber nicht scharf, die Gemüsekrokette ist außen kross, innen weich und geschmacklich mein absoluter Favorit bei diesem Gericht. Der leicht rosa Reis passt dazu sehr gut. Lediglich der kleine Gurkensalat trifft nicht ganz meinen Geschmack. Neben dem Curry ist dieser etwas salzig.

Für zwei Gerichte und Getränke zahlen wir 27,20 Euro. Insgesamt ist das ZeN ein Ort, an dem man bei einer vernünftigen Mahlzeit den Alltagsstress leicht vergessen kann.
Lorena Herrmann

ZeN, Am Wall 201, Fon 16 16 56 81, geöffnet Mo-Sa 12-20 Uhr, weitere Informationen unter www.zen-jpnxveg.de